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Baumfackel / Schwedenfeuer

Baumfackeln sind bei mir in 4 verschieden Größen erhältlich

30 cm – Brenndauer ca. 1 Stunde

50 cm – Brenndauer ca. 1,5 – 2 Stunden

100 cm – Brenndauer ca. 2,5 – 3 Stunden

200 cm – Brenndauer ca. die ganze Nacht (für Großveranstaltung)

 

Verfügbarkeit und Preise auf Anfrage!

 

 


 

Schwedenfeuer oder wie heißt das jetzt?

Das Schwedenfeuer (auch Finnenkerze, Schwedenfackel, Warm-Log, Sibirische oder Russische Baumfackel) ist eine Wärme- und Lichtquelle aus einem senkrecht stehenden, in der Mitte eingeschnittenen Baumstamm. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg in Europa bekannt und wird heute bei Freizeitaktivitäten (vor allem im süddeutschen Raum) und auch von Waldarbeitern genutzt. Durch die Auflagefläche oben und die gute Glut kann es auch hervorragend zum Kochen verwendet werden.

Verglichen mit einem Lagerfeuer hat es den Vorteil, dass es kompakter ist und somit mehrere kleine Wärmequellen über ein Areal verteilt werden können; der Aufwand zur Vorbereitung ist jedoch größer.

Herkunft 

Laut allgemeiner Überlieferung befeuerten die Schweden im Dreißigjährigen Krieg ihre Soldatenlager mit diesen brennenden und glühenden Holzstämmen. Dies hatte den Vorteil, dass die Truppen kein eigenes Brennholz mitführen mussten, sondern sich vor Ort versorgen konnten, da auch frisch geschlagenes Holz durch den Kamineffekt brennen kann. Damals mussten sie sich jedoch mit einer Hand- oder Bügelsäge oder einer axt als Herstellungswerkzeug begnügen.

Anzünden

Das Schwedenfeuer wird am leichtesten mit Paraffin (z. B. Grillanzünder) gezündet, das in die Seitenschlitze und auch oben in den Sägeschnittpunkt des Stammes gesteckt wird. In Öl getränkte Lappen eignen sich auch. Holzfäller schütten einfach ein wenig von ihrem Kettensägentreibstoff in die Mitte der Fackel. Wenn schon ein Lagerfeuer oder ähnliches brennt, kann man diesem, z. B. mit einer Schaufel, auch etwas Glut entnehmen und oben auf das Schwedenfeuer legen. Bei frisch geschlagenen Stämmen sollte das Schwedenfeuer zum Zünden umgedreht werden (Bodenplatte nach oben) und nach dem Anbrennen wieder auf die Bodenplatte gestellt werden.

Abbrand

Der Aufstellplatz sollte aufgrund des Funkenflugs und eventuellen Auseinanderfallens sicher gewählt werden. Um den Stamm gleichmäßig zu entfachen, kann eventuell zu Beginn noch etwas Paraffin nachgeschoben werden. Je nach Umfang und Länge brennt der Stamm zwischen ein und fünf Stunden und glimmt mit starker Hitzeentwicklung aus. Die Glut in der Mitte des Stamms hat eine Temperatur zwischen 1000°C und 1200°C. Nachdem der Abbrand begonnen hat, ist es optional möglich, eine Pfanne auf drei vor dem Anzünden rund um das Bohrloch eingeschlagene Nägel zu stellen und so eine improvisierte Kochstelle zu errichten.